Solidaritätserklärungen

Piratenpartei Augsburg

veröffentlicht um 08.06.2010, 07:19 von Florian ‎(AG Presse)‎

Ahoi!

Wir möchten Euch erneut unserer Solidarität versichern: Den
Ungleichgewichten und Ungerechtigkeiten des Bildungssystems in Bayern
muss mit Widerstand begegnet werden. Die Piratenpartei hat das Recht auf
freie Bildung als eines ihrer Kernthemen gewählt; im Gegensatz zu vielen
etablierten Parteien ist das Thema für uns auch nach der Wahl aktuell.

Was Ihr tut, ist wichtig für uns alle: Es muss unübersehbar deutlich
werden, dass Bildung der wichtigste Faktor für die Gestaltung unserer
gemeinsamen Zukunft ist. Der Bildungsstreik illustriert die Missstände
an den Schulen und Hochschulen und die Vernachlässigung unserer
wichtigsten Ressource – Wissen – durch die amtierende schwarz-gelbe
Bundesregierung, ebenso wie durch viele unserer Landesregierungen.

Wir Piraten unterstützen eure Forderungen nach freiem Zugang zu Bildung,
Förderung von Forschung und Lehre durch die öffentliche Hand wie auch
durch private Unternehmen und offenen Zugang zu wissenschaftlichen
Arbeiten. Diese Bedingungen sind für die gesamte Gesellschaft und
Wirtschaft, insbesondere für den Einzelnen, aber auch zur Teilhabe am
demokratischen Prozess unseres Landes von zentraler, nicht
überschätzbarer Bedeutung.

Kämpft weiter, für Bildung, Wissen und Zukunft aller Menschen in
Deutschland.

Piratenpartei Deutschland

Bezirksvorstand Schwaben

Linksjugend ['SOLID]

veröffentlicht um 08.06.2010, 07:18 von Florian ‎(AG Presse)‎

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Studentinnen und Studenten,


am 9. Juni findet der internationale Bildungsstreik auch in Augsburg
statt. Bereits im vergangenen Sommer demonstrierten in über 100 Städten
27.0000 Menschen gemeinsam gegen unser verkorkstes, miserables und
definitiv unzumutbares Bildungssystem. Diese oder ähnliche Proteste gab
es nicht nur in Augsburg, Deutschland oder Europa, sondern auf der
ganzen Welt. Doch trotz diesen spektakulären Protests haben sich die
Zustände nicht im geringsten geändert. Unser Protest muss weitergehen,
lauter und konsequenter als je zuvor!

Deshalb fordern wir euch auf am 9. Juni gemeinsam mit uns und vermutlich
mehreren hundert weiteren Aktivisten
am Bildungsstreik in Augsburg teilzunehmen.

Solidarische Grüße
['SOLID] Augsburg

Die Linke

veröffentlicht um 08.06.2010, 07:17 von Florian ‎(AG Presse)‎

Liebe Bildungsstreikenden,

natürlich solidarisieren wir uns mit den Bildungsstreikenden in Augsburg
und im gesamten Bundesgebiet. Wie bekannt ist,
haben wir seit dem Anfang der Bildungsstreiks unsere Solidarität
erklärt, und wir sehen, so lange die Missstände nicht behoben sind, auch
keinen Grund davon abzurücken.
Wir werden das Thema Schülervertretung im Stadtrat immer wieder
ansprechen, da sie den Betroffenen die Mitsprache ermöglicht und damit
auch eine urdemokratische Einrichtung ist.


Mit solidarischen Grüßen
Rainer Nödel
DIE LINKE:Augsburg

SPD

veröffentlicht um 08.06.2010, 07:15 von Florian ‎(AG Presse)‎

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Studentinnen und Studenten,
liebe Demonstrantinnen und Demonstranten,

zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit geht Ihr heute auf die Straße, um
Euer Recht auf gute Bildung einzufordern. Es ist an der Zeit, Herr
Spaenle, dass den Lippenbekenntnissen der CSU/FDP-Staatsregierung
endlich Taten folgen! Um politisch Druck zu machen, setzen wir uns für
Euch ein, denn Bildung darf kein Luxus sein!
Wir sprechen Euch heute unsere Solidarität aus! Wir finden es super,
dass Ihr für Eure Rechte auf die Straße geht. Doch allein mit schönen
Worten ist Euch nicht geholfen. Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag
und die SPD in der Gesellschaft setzen sich für ein BESSERES und
GERECHTERES Bildungssystem ein! Das heißt im Klartext:

  • "Ein Abbau des Leistungsdrucks durch weniger Prüfungsstress!"
  • "Mehr Zeit zur individuellen Gestaltung!"
  • "Mehr Geld für Bildung, anstatt es durch unverantwortliches Handeln der CSU bei der Landesbank zu verbrennen!"
  • "Mehr Lehrer/innen, Schulpsychologen/innen und Schulsozialarbeiter/innen!"
  • "Der Bologna-Prozess kritisch überprüft wird!"
  • "Es an unseren Hochschulen endlich echte Mitbestimmung gibt. Die Studierenden dürfen nicht weiterhin entmündigt werden!
  • "Längeres gemeinsames lernen!"


Dafür steht die SPD und stehen wir im Bayerischen Landtag.
Solidarische Grüße


Linus Förster
MdL


Ulrike Bahr
SPD Augsburg


Harald Güller
MdL

AStA Augsburg

veröffentlicht um 08.06.2010, 07:14 von Florian ‎(AG Presse)‎

Das Wintersemester 2009 ist aufgrund studentischer Proteste in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland in die Geschichtsbücher eingegangen.
Unter dem Druck der Massen schienen Bundes- und Landespolitiker zu Zugeständnissen bereit.

Natürlich spielte man seitens der Politik auf Zeit, man setzte fleißig Planungs- und Beratungskommissionen ein, Ergebnisse seien frühestens im Laufe des Sommersemesters zu erwarten.

Nun die Ernüchterung auf allen Ebenen: Kaum scheint die - über Hörsaalbesetzungen „teuer“ erstandene - öffentliche Aufmerksamkeit zu schwinden, wird deutlich was von den Versprechungen der Politik tatsächlich zu halten ist.

Die Abschaffung oder zumindest flächendeckende Senkung der Studiengebühren steht nicht mal zur Debatte, ganz im Gegenteil: plötzlich ist wieder von Kosteneinsparungen im Bildungsbereich die Rede! Das Bestreben nach Stärkung der studentischen Mitbestimmung an den Hochschulen und die Unabhängigkeit der Studierendenvertretungen scheint weiterhin ein vergebliches Unterfangen zu sein.

ES HAT SICH NICHTS GETAN! Was lange währt, wird gut – von wegen!

Daher schließen wir uns den Forderungen des Bildungsstreiks nach Abschaffung der Studiengebühren, Ausfinanzierung und Demokratisierung der Bildungseinrichtungen an.

SETZT EIN ZEICHEN und beteiligt euch an der Bildungsstreik Demo am 9. Juni 2010 um 13 Uhr auf dem Elias-Holl-Platz.

Bündnis 90/Die Grünen

veröffentlicht um 08.06.2010, 07:11 von Florian ‎(AG Presse)‎

Bündnis 90/Die Grünen Augsburg erklären sich solidarisch mit dem Bildungsstreik 2010 und unterstützen die Schülerinnen und Schüler und die Studierenden bei ihren Protesten.  

Die Schule zur Ganztagsschule machen  

Ein Schulsystem, das sortiert, statt individuell zu fördern, wird den Kindern nicht gerecht. Schulen sind das Sprungbrett für die Zukunft unserer Kinder. Deshalb wollen wir die Schule verändern. Die Grünen wollen ein System, das leistungsorientiert und sozial gerecht ist. Damit SchülerInnen und LehrerInnen gerne zur Schule gehen. In unserer Schule steht das Kind und seine individuelle Förderung im Mittelpunkt. Es kann sich in einer neunjährigen Schulzeit in einer Gemeinschaft entwickeln. Durch ein flächendeckensdes Angebot an Ganztagsschulen erhalten die Kinder mehr Zeit für Lernen und Leben. 

Der Übertritt nach Klasse Vier macht deutlich, dass sich die Kinder den Vorgaben des Schulsystems anpassen müssen und zwar ungeachtet ihrer individuellen Entwicklung. Anstatt die Gestaltung der Bildungsbiographie an der Entwicklung des einzelnen Kindes festzumachen, wird mit dem Übertrittzeugnis so getan, als ob alle bayerischen Viertklässler in den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht an einem Stichtag gleich weit seien. Dies wird den Kindern nicht gerecht und widerspricht auch den Erkenntnissen der Entwicklungsforschung. Aus entwicklungspsychologischer Sicht stimmt der Übertritt in die weiterführenden Schulen mit keiner spezifischen Entwicklungslage des Kindes überein. Man kann nicht im Alter von neun oder zehn eine sichere Schuleignungsprognose stellen, schließlich sind in dieser Altersstufe die Prozesse der kindlichen Entwicklung noch nicht vollständig abgeschlossen. Eine gelungene Bildungsbiographie kann und darf keine Frage des richtigen "Timings" sein, sondern muss auf die Entwicklung des Kindes abgestellt sein. Wenn Förderung wirken soll, brauchen Kinder mehr Zeit, um ihre Potenziale zu entfalten.

Die Grünen fordern:  

  • individualisierte Förderung in unterschiedlichen Lernsettings mit unterschiedlichen Lernangeboten
  • eine politische Offensive Lehrerbildung und Lehrerfortbildung (Haushaltsschwerpunkt)
  • Ganztagsangebote mit wechselnden Lern-, Erholungs- und Vertiefungsphasen
  • kleine Klassen statt überfüllter Klassenzimmer
  • Aufstockung des Bildungsetats für eine adäquate personelle und finanzielle Ausstattung
 
 

Von der Schule zur Hochschule 

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule muss verbessert werden mit dem Ziel, mehr bayerische SchülerInnen für ein Hochschulstudium zu interessieren und zu qualifizieren. Ein vordringlicher Ansatzpunkt zur Verringerung der Probleme beim Übergang von der Schule bzw. von einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit zur Hochschule liegt in einer wesentlich verbesserten Ausgestaltung der Studieneingangsphase an den Hochschulen. Durch eine transparente Beschreibung der Voraussetzungen für die jeweiligen Studiengänge, durch verbesserte Beratung bei der Studienwahl und während des ersten Studienjahrs, durch Vor- und Brückenkurse beim Studienanfang sowie durch eine intensive Begleitung in Tutorien, können die Schwierigkeiten der StudienanfängerInnen wesentlich verringert werden. Die Hochschulen in Deutschland müssen es verstärkt als ihre Aufgabe begreifen, durch gezielte Bildungsangebote beim Studienbeginn auf heterogen qualifizierte StudienanfängerInnen so einzugehen, dass sie nach einer Eingangsphase in der Regel hinreichend qualifiziert für das erfolgreiche Absolvieren des weiteren Studiums sind. 

Die Grünen fordern, die Studiengebühren wieder abzuschaffen und die Gebührenfreiheit des Studiums gesetzlich festzuschreiben sowie auf Landesebene ein breites und transparentes Stipendiensystem aufzubauen, das soziale Kriterien berücksichtigt. Wir brauchen außerdem endlich eine deutliche Erhöhungen des Hochschuletats, um eine nachhaltige Hochschulfinanzierung durch das Land sicherzustellen und die über Jahre hinweg angewachsene Unterfinanzierung abzubauen.  

Die Grünen wollen eine weltoffene und demokratische Hochschule, die im internationalen Wettbewerb bestehen bleiben kann und sich der Wissensgesellschaft öffnet. Darum soll derHochschulzugang reformiert werden, um mehr Menschen den Zugang zu einer Hochschule ermöglichen. Die Grünen setzen sich für Bildungsgerechtigkeit ein und lehnen deshalb Studiengebühren in jeder Form ab. Denn der Zugang zu Bildung ist eine entscheidende Zukunftsfrage. Unser Land hängt von den Ideen und der Kompetenz seiner Bürgerinnen und Bürger ab. Darum wollen wir dieHochschulen ausbauen und erneuern. Die  Förderung von Eliten wollen wir auf demokratischen Strukturen stellen, die Auswahlverfahren dafür müssen transparent und dem Prinzip des Gender Mainstreaming verpflichtet sein. Zudem muss die  Frauenförderung endlich Fortschritte machen. Selbstverständlich muss auch die Vereinbarkeit von Kindern mit dem Wissenschaftsbetrieb verbessert werden. Hier besteht ein enormer Nachbesserungsbedarf.

Die Grünen kritisieren die vorgestellten Leitlinien für die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses. Der bayerischeWissenschaftsminister bleibt im Unverbindlichen. Damit sind diese Leitlinien nicht mehr als Kosmetik. Heubisch will den Studierenden angeblich mehr Mitsprache an den Hochschulen einräumen,  hat sich aber klar gegen eine Verfasste Studierendenschaft in Bayern ausgesprochen – wie soll das funktionieren? Miteinander reden ist schön und gut, aber es bleibt so lange eine Farce, so lange die Studentinnen und Studenten kein echtes Mitspracherecht haben. Die Grünen im Bayerischen Landtag touren gerade im Rahmen der Hochschulkampagne "Nur wer mitspielt, kann bestimmen! – Demokratische Hochschulen für Bayern" quer durch Bayern, um gemeinsam mit den StudentInnen starke Mitbestimmungsrechte zu erkämpfen.

Außer einer Verfassten Studierendenschaft fordern die Grünen auch eine Änderung des Hochschulgesetzes zur Weiterentwicklung der Bologna-Reform. Mit kleineren Korrekturen und unverbindlichen Ratschlägen ist es nicht getan, wir brauchen eine umfassende Reform der Bologna-Reform. Dafür muss auch das bayerische Hochschulgesetz geändert werden. Die Hochschulen seien allein nicht in der Lage, die notwendigen Korrekturen umzusetzen. Die Grünen haben hierzu bereits ein umfangreiches Maßnahmenpaket in den Landtag eingebracht.

Die Augsburger Grünen solidarisieren sich mit den streikenden Schülerinnen und Schülern und Studentinnen und Studenten in Bayern. Die ganze Misere der verfehlten Hochschulpolitik wird darin offenbar: Entdemokratisierung, Ökonomisierung und Privatisierung von Bildungskosten haben der Hochschulpolitik in Bayern das Fundament entzogen. Zu den vordringlichsten Problemen gehörten die Unterfinanzierung der Hochschulen, die fehlende demokratische Mitbestimmung und die Bildungsungerechtigkeit. Bildung darf nicht länger vom Status und Einkommen der Eltern abhängen – wir müssen die Privatisierung von Bildung umkehren.  

ver.di Jugend & IG-Metall Jugend

veröffentlicht um 08.06.2010, 07:05 von Florian ‎(AG Presse)‎

In Zeiten sinkender Ausbildungsquoten, schlechter Übernahmechancen und der immer prekärer werdenden Arbeitsbedingungen junger Leute, in Zeiten der unzureichenden Vorbereitung der Universitäten und des Lehrstellenmarktes auf den doppelten Abiturjahrgang und hoher Abbrecherquoten im Bildungssystem, in Zeiten wie heute müssen sich auch die Gewerkschaften verstärkt ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst werden.

Die Gewerkschaftsjugend von ver.di und IG Metall in Augsburg sind sich dieser Verantwortung bewusst und unterstützen daher die Anliegen des Bildungsstreikes.

Wenn sich Politiker über mangelnde Teilnahme von Wahlen durch Jugendliche und junge Erwachsene beschweren, wenn die Jugend als unpolitisch und als an der Gesellschaft nur mangelhaft interessiert verunglimpft wird, dann sollten gerade diese Politiker sich ihrer Verantwortung im Bildungssystem bewusst sein und sich ihrer „Erfolge“ in diesem Bereich klar werden.

Der Bildungsstreik ist die Fortführung einer langen Reihe von Protesten gegen die Bildungspolitik der vergangenen Jahrzehnte.

Er kann sich einer hohen Sympathie nicht nur innerhalb der Studierendenschaft oder der Schülerschaft sondern auch unter jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewiss sein.

Wir als Bezirksjugendvorstand von ver.di Augsburg und Ortsjugendausschuss der IG Metall Augsburg rufen jeden dazu auf den Bildungsstreik wo immer möglich zu unterstützen und bekunden unsere Hilfsbereitschaft zu den Anliegen der Demonstrationen vom 9. Juni.  

Lasst uns gemeinsam für eine bessere Zukunft kämpfen. Denn wie schon Victor Hugo feststellte:

Die Zukunft hat viele Namen.

Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare.  
Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.

Für die Tapferen ist sie die Chance. (V. Hugo) 

Eure ver.di Jugend Augsburg

Eure IG Metall Jugend Augsburg

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